Eine Großformatdruckerei unterscheidet sich von einer herkömmlichen Digitaldruckerei dadurch, dass sie auf Rollen und Platten mit großen Breiten druckt und montagefertige Elemente herstellt, nicht nur einzelne Blätter. Eine herkömmliche Digitaldruckerei produziert hauptsächlich kleine Formate auf Papier (Flyer, Kataloge, Plakate), in der Regel ohne Banner, Folien, Textilien und Platten wie PVC oder Dibond. Im Großformat sind Latex-, UV- und UV-LED-Technologien entscheidend, die je nach Haltbarkeit, Deckkraft und Temperaturempfindlichkeit des Untergrunds ausgewählt werden. Auch die Weiterverarbeitung macht den Unterschied: Schweißen und Ösen von Bannern, Laminieren von Folien, Konturschnitt und CNC-Bearbeitung sowie die Anforderungen an die Dateien (CMYK, PDF/X, Beschnittzugabe, ca. 150 DPI 1:1, ICC-Profile).
Inwiefern unterscheidet sich eine Großformatdruckerei von einer Digitaldruckerei, wenn es auf das Format und den Verwendungszweck ankommt?
Eine Großformatdruckerei arbeitet mit Materialien und Breiten, die eine herkömmliche Digitaldruckerei in der Regel nicht verarbeitet, da diese hauptsächlich auf Einzelblätter und kleine Formate ausgerichtet ist. Wenn es um Banner, Folien für Schaufenster, PVC-Tafeln oder Textilwände geht, macht sich der Unterschied bereits beim ersten Auftrag bemerkbar. Globart Print Sp. z o.o. führt solche Produktionen seit 1996 mit eigenem Maschinenpark und auf über 60 verschiedenen Trägermaterialien durch, sodass es einfacher ist, die Technologie an die Montagebedingungen anzupassen – und nicht umgekehrt.
Wenn Sie schnell herausfinden möchten, welche Materialgruppen und Produkte eine Großformatdruckerei an einem Ort anbietet, besuchen Sie am besten die Website der Großformatdruckerei Globart Print und vergleichen Sie die Trägermaterialien für die jeweilige Anwendung. Das erspart Ihnen die Diskussion darüber, ob Sie ein 510 g/m² schweres Frontlight-Banner, ein Mesh-Gewebe mit einem um ca. 30% reduzierten Windwiderstand oder eine monomere Folie für eine kurzfristige Aktion benötigen. Außerdem ist sofort ersichtlich, ob es um den Druck selbst geht oder bereits um die Weiterverarbeitung wie Ösenanbringung oder Kantenschweißen.
Was kann eine Großformatdruckerei konkret leisten, was eine herkömmliche Digitaldruckerei hingegen nicht?
Eine Großformatdruckerei produziert Werbe- und Ausstellungsmaterialien in großen Breiten sowie auf Rollen- und starren Trägern, nicht nur auf Bogenpapier. Eine herkömmliche Digitaldruckerei beschränkt sich in der Regel auf Flyer, Kataloge und Plakate in kleinen Formaten und arbeitet nicht mit Bannern, Folien oder Platten. In der Praxis liegt der Unterschied nicht nur in der Größe, sondern auch in der Witterungsbeständigkeit und der Art der Montage.
Typische Anwendungen, die im Großformat in Auftrag gegeben werden, sind Frontlight-Banner, Blackback- und ein- oder beidseitige Blockout-Banner, Backlight-Folien für Leuchtkästen, Mesh-Gewebe für Fassaden sowie OWV-Folien, monomere, polymere und gegossene Folien. Hinzu kommen Textilien wie Textil-Backlight, Leinwand, Flagge 115, Polyester 210, Beachflags sowie gerade und gebogene Textilwände. In einer Digitaldruckerei gibt es meist weder geeignete Rollendruckmaschinen noch die entsprechenden Einrichtungen für die Weiterverarbeitung zur Montage.
Über welche Drucktechnologien verfügt eine Großformatdruckerei und wann sollte man sich für Latex, UV oder UV-LED entscheiden?
In einer Großformatdruckerei trifft man am häufigsten auf Latexdruck, UV-Druck und UV-LED-Druck, da diese Technologien den Großteil der Werbeanwendungen abdecken – vom Innen- bis zum Außenbereich. Latex eignet sich besonders dort, wo ein angenehmes Arbeitsklima in Innenräumen und eine schnelle Bereitstellung für die Montage wichtig sind, UV bietet hohe Beständigkeit und starke Deckkraft, und UV-LED ist dank der Kalttrocknung sicherer für temperaturempfindliche Materialien. Unterschiede zeigen sich auch bei der Wahl des Trägermaterials und darin, ob eine Laminierung geplant ist.
So arbeitet beispielsweise der HP Latex 3100 mit wasserbasierten Tinten, die nach GREENGUARD GOLD und ECOLOGO zertifiziert sind, was bei Ausstellungen in Innenräumen und Wandmaterialien oft eine Rolle spielt. Der DURST RHO 512R ist ein UV-Drucker, der sich gut für die hochproduktive Rollenproduktion eignet, während der EFI VUTEK GS3250LX mit UV-LED-Technologie das Bedrucken von wärmeempfindlichen Substraten wie Folien, PVC oder Plexiglas, ohne dass die Gefahr des Wellens besteht. Wenn das Projekt große Flächen umfasst und lange im Außenbereich hängen soll, bespreche ich in der Regel auch ausführlich die Roll-to-Roll-Laminierung sowie die Auswahl der Folie unter dem Gesichtspunkt der Haltbarkeit.
- Ich wähle Latex für Innenräume, Ausstellungsstücke und Furniere, bei denen es auf einen neutralen Geruch und eine schnelle Trocknung ankommt und das Material sofort für die Weiterverarbeitung bereit sein soll.
- UV- und UV-LED-Technologien setze ich für die Produktion ein, bei der es auf Beständigkeit, Wiederholbarkeit und die Montage auf schwierigen Untergründen ankommt, darunter auch auf Dibond-, HIPS- oder Polycarbonatplatten.
Wie geht eine Großformatdruckerei mit Materialien und Veredelungen um, die der Digitaldruck nicht bietet?
Eine Großformatdruckerei verkauft nicht nur den Druck selbst, sondern ein fertiges Element zur Montage; daher sind Material und Veredelung Teil der Technologie und kein Zusatz. Eine herkömmliche Digitaldruckerei liefert oft nur den Druckbogen aus, während der Rest beim Kunden oder beim Monteur verbleibt. Bei Großformaten rächt sich das, denn ein falsch gewähltes Papiergewicht oder das Fehlen der richtigen Weiterverarbeitung führt zu Wellenbildung, Rissen oder Problemen mit der Spannung.
Bei Bannern kommt es auf das Flächengewicht von 440, 510 oder 680 g/m² an sowie darauf, ob die Kanten verschweißt oder in einer Lederhandwerkstechnik in eine Tasche eingenäht werden. Bei der Montage an Konstruktionen wird meist eine Ösenbefestigung verwendet, und in der Praxis gelten Ösen im Abstand von 50 cm als sicherer Standard, obwohl wir bei Wind und großen Flächen den Abstand manchmal verringern. Wenn das Banner an einer Fassade hängen soll, ist ein Mesh-Netz sehr hilfreich, da es den Windwiderstand verringert und das Risiko von Beschädigungen mindert.
Bei Folien sind Haltbarkeit und Anpassung an den Untergrund entscheidend: Monomerfolien halten in der Regel bis zu 3 Jahre, Polymerfolien bis zu 7 Jahre und Gussfolien über 10 Jahre; letztere eignen sich für Prägungen und komplexe Formen. Für Scheiben kommt häufig OWV zum Einsatz, für temporäre Anwendungen „Easy Dot“ und für spezielle Beschriftungen Magnet- oder Bodenfolie. Für präzise Formen kommt der Zuschnitt auf dem SummaCut-Plotter zum Einsatz, bei Platten und dickeren Materialien der 2D/3D-CNC-Zuschnitt auf der ZÜND G3 mit einer Genauigkeit von ±0,1 mm.
Wie bereitet man eine Datei vor, damit die Großformatdruckerei Farbe und Schärfe ohne Überraschungen wiedergibt?
Für den Großformatdruck sollten Sie die Datei im CMYK-Farbmodus vorbereiten, am besten als PDF/X, mit korrekten Beschnittzugaben und einer Auflösung von etwa 150 DPI im Maßstab 1:1. Eine normale Digitaldruckerei akzeptiert die Datei meist in einer einfacheren Form, da sie mit kleineren Formaten und einer anderen Rasterart arbeitet – bei Großformaten sind Fehler schon von weitem sichtbar. Wenn dir die Reproduzierbarkeit wichtig ist, erkundige dich nach einem ICC-Profil für das jeweilige Material und die jeweilige Technologie, da sonst dasselbe Design auf Folie und auf einem Banner unterschiedlich ausfällt.
Aus Erfahrung weiß ich, dass die häufigsten Probleme zu dünne Schriftarten auf dem Hintergrund, fehlende Beschnittzugaben beim Konturschnitt und Grafiken im RGB-Farbmodus sind, bei denen sich die Farbsättigung später verändert. Bei Leuchtkästen und Backlights muss man auch anders über den Kontrast nachdenken, da die Hintergrundbeleuchtung die Helligkeit erhöht und die Farben auswaschen kann. Wenn das Projekt im Außenbereich eingesetzt werden soll und eine garantierte Haltbarkeit aufweisen muss, sind Lösungen sinnvoll, die auf den Zertifizierungen „3M Select Graphic Provider Gold“ und dem 3M MCS-System basieren, da dann Material, Druck und Laminat als ein Gesamtpaket betrachtet werden.
Wenn Sie einen Auftrag erteilen möchten, bei dem die Kontrolle über die Technik und die Ausführung beim Auftragnehmer und nicht bei mehreren Subunternehmern liegt, ist es am einfachsten, das Material und die Art der Montage gleich mit Globart Print Sp. z o.o., und senden Sie anschließend die Datei gemäß den Vorgaben. Dann lässt sich leichter entscheiden, ob Latex, UV oder UV-LED besser geeignet ist und ob Sie eine Laminierung, Kantenversiegelung oder einen CNC-Zuschnitt benötigen. Gerade bei Kampagnen mit mehreren Standorten ist es wichtig, dass die einzelnen Chargen einheitlich aussehen.
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Häufig gestellte Fragen
Wann sollte man sich für eine Großformatdruckerei entscheiden, und wann reicht eine normale Digitaldruckerei aus?
Wählen Sie das Großformat, wenn Sie Drucke auf Rollen oder Platten (Banner, Folie, PVC, Dibond, Textilien) sowie eine für die Montage geeignete Weiterverarbeitung benötigen. Für Flyer, Kataloge und Plakate in kleinen Formaten, bei denen keine Anforderungen an die Beständigkeit und die Weiterverarbeitung bestehen, reicht in der Regel eine Digitaldruckerei aus.
Welches Flächengewicht sollte man für ein Banner wählen: 440, 510 oder 680 g/m²?
440 g/m² eignet sich für kürzere Ausstellungszeiten und kleinere Formate, bei denen ein geringeres Gewicht entscheidend ist. 510 g/m² ist die häufigste Wahl für Standard-Außenbanner, während 680 g/m² bei großen Flächen, starkem Wind oder wenn das Banner lange hängen und mechanisch widerstandsfähiger sein soll, in Betracht gezogen werden sollte.
Welche Folie eignet sich am besten für eine kurzfristige Kampagne und welche für eine mehrjährige Ausstellung?
Für kurzfristige Kampagnen wird meist Monomerfolie gewählt (in der Regel bis zu 3 Jahren), da sie kostengünstig und schnell zu realisieren ist. Für längere Kampagnen eignet sich Polymerfolie besser (bis zu 7 Jahre), während für Prägungen, schwierige Formen und maximale Haltbarkeit Gießfolie zum Einsatz kommt (10+ Jahre).
Latex, UV oder UV-LED – was ändert sich für den Kunden tatsächlich?
Latex wird häufig für Innenausstattungen und Furniere gewählt, wenn der Arbeitskomfort in Innenräumen und eine schnelle Bereitstellung für die Montage wichtig sind. UV-Lacke bieten eine hohe Deckkraft und Beständigkeit, während UV-LED-Lacke dank ihrer niedrigeren Aushärtungstemperatur sicherer für wärmeempfindliche Materialien wie bestimmte Folien oder Kunststoffe sind.
Wie bereitet man eine Datei für den Großformatdruck vor, um Probleme mit der Farbwiedergabe und dem Zuschnitt zu vermeiden?
Erstellen Sie die Vorlage im CMYK-Farbmodus als PDF/X, fügen Sie Beschnittzugaben hinzu und stellen Sie die Auflösung auf etwa 150 DPI im Maßstab 1:1 ein; die zu schneidenden Elemente sollten entlang der korrekten Kontur verlaufen. Wenn Ihnen eine konsistente Farbwiedergabe auf verschiedenen Untergründen wichtig ist, fragen Sie nach einem ICC-Profil für das jeweilige Material und die jeweilige Technologie, da Banner, Folien und Textilien unterschiedliche Ergebnisse liefern können.






